Willkommen im Ostseebad Bansin, dem charmantesten der drei berühmten Kaiserbäder auf der Insel Usedom. Während Ahlbeck und Heringsdorf mit kaiserlichem Glanz auftrumpfen, besticht Bansin durch seine einzigartige Lage zwischen der Ostsee und den Binnenseen Schloonsee, Schmollensee und Gothensee.
Station 1: Die Seebrücke – Das Tor zum Meer
Unser Rundgang beginnt an der Bansiner Seebrücke. Im Gegensatz zu den historischen Seebrücken in Ahlbeck oder Heringsdorf ist die heutige Konstruktion ein moderner Bau aus dem Jahr 1994.
- Geschichte: Bereits 1905 existierte hier eine Brücke, die jedoch wie viele andere Bauwerke der Seebrückenarchitektur den Naturgewalten und dem Eisgang zum Opfer fiel.
- Heute: Mit einer Länge von rund 285 Metern dient sie als Anlegestelle für Ausflugsschiffe und bietet den perfekten Panoramablick auf die berühmte Steilküste und die Skyline der Kaiserbäder.
Station 2: Die Strandpromenade – Architektur im Dornröschenschlaf
Vom Brückenvorplatz schlendern wir entlang der Strandpromenade Bansin. Hier zeigt sich die Bäderarchitektur von ihrer schönsten Seite.
- Hintergrund: Als Bansin 1897 als Badeort gegründet wurde, entstanden die Villen in kürzester Zeit. Typisch sind die weißen Fassaden mit hölzernen Balkonen, Türmchen und Erkern, die oft Elemente der Renaissance oder des Klassizismus zitieren.
- Besonderheit: Im Vergleich zu den Nachbarorten stehen die Villen in Bansin in der ersten Reihe oft dichter beieinander, was den Eindruck einer geschlossenen „weißen Wand“ vom Meer aus erweckt.
Station 3: Das Warmbad – Das Herz der Verwaltung
Ein Stück landeinwärts liegt das ehemalige Warmbad, das heute den Sitz des Eigenbetriebs der Kaiserbäder beherbergt.
- Geschichte: In der Blütezeit der Kurkultur reichte das Baden im Meer oft nicht aus. Im Warmbad wurden medizinische Bäder und Anwendungen angeboten, um Bansin als vollwertigen Kurort zu etablieren.
Station 4: Der Schloonsee – Zwischen Wald und Wellen
Bansins Einzigartigkeit wird Schlonsee deutlich. Nur ein schmaler Küstenwaldstreifen trennt den Süßwassersee von der salzigen Ostsee.
- Natur & Historie: Früher war dieses Gebiet unberührter Wald. Erst mit der Erschließung als Seebad um 1900 wurde der Bereich zwischen den Seen und dem Meer zum begehrten Bauland für vermögende Berliner.
Station 5: Hans-Werner-Richter-Haus
In der Waldstraße 16 finden Sie das Gedenken an einen der bedeutendsten Söhne der Stadt: den Schriftsteller Hans Werner Richter, Begründer der „Gruppe 47“.
Fazit unseres Rundgangs
Bansin hat sich seinen individuellen Charme bewahrt. Es ist das „jüngste“ der Kaiserbäder, doch seine Geschichte von der schnellen Entwicklung zum Nobelbad ist an jeder Ecke spürbar.
Historischer Tipp:
Nutzen Sie hier Kaiserbäder Erlebnispfad App, um an interaktiven Stelen tiefer in die Geschichten der illustren Gäste einzutauchen.


